Sehen wild aus und spielen auch so: Die „Violons Barbares“ treten am 13. 9. auf. Doch keine Angst: So bissig wie auf diesem Bild sind sie eigentlich nicht.

Folk-Festival geht in fünfte Runde

WAZ. Atmosphäre pur verspricht schon der Innenhof des historischen Gemäuers von Haus Witten. Wenn dann dort unter anderem Akkustik-Gitarren oder Geigen erklingen, ist die Stimmung wohl perfekt: So, wie beim 5. Witten-Folk-Festival, das am 13. und 14. September an seine bisherige Erfolgsgeschichte anknüpfen möchte.

Rund 300 Besucher kamen zur vorigen Ausgabe, erinnert sich Lilo Dannert, Vorsitzende von „Wittenfolk“. Und auch zum diesjährigen Festival hat der Verein wieder Musiker der Extraklasse eingeladen, wobei sich regional bekannte Bands mit Musikern aus unterschiedlichen Ländern abwechseln.

Am Freitag, 13. September, startet das Festival um 18 Uhr mit „QuiXote“, einer Coverband mit Rockmusik der 60er und 70 Jahre. Anschließend entern „Fragile Matt“ die Bühne. Sie wollen gefühlvolle und fröhliche Musik mit mehrstimmigem Gesang bieten, umrahmt von fetzigen irischen und schottischen Klängen.

Zum Abschluss des Freitagabends geht’s nochmal hoch her. Denn dann haben die „Violons Barbares“, ein quirliges Trio aus Frankreich, ihren Auftritt angekündigt: Zwei außergewöhnliche Geigen und ein Perkussionist, die den musikalischen Bogen schlagen zwischen Orient und Okzident. Gemixt werden die vornehmlich aus Zentralasien und dem Balkan stammenden traditionellen Vorgaben mit modernen Rockarrangements. „Die Violons Barbares sehen wild aus und so spielen sie auch, natürlich nicht unmelodiös“, macht Lilo Dannert schon mal neugierig auf dieses ungewöhnliche Trio, das unter anderem mit einer so genannten Pferdegeige - einem Kasten mit einem Stock und einer Saite - aufspielen wird.

Die Wittener Folk-Expertin hat die Franzosen vor drei Jahren im thüringischen Rudolstadt bei einem der weltweit größten Tanz- und Folkfestivals erlebt und war sofort begeistert. „Wir haben dann mehrere Anläufe genommen, das Trio nach Witten zu holen. Schön, dass es jetzt endlich geklappt hat“, freut sich Lilo Dannert.

Am Samstag, 14. September, geht das Festival dann ab 16.30 Uhr mit „An Erminig“ weiter, die sowohl mit traditionellen Melodien, als auch mit Eigenkompositionen auf der Basis der bretonischen Musik aufwarten. Im Anschluß gibt Akkustik-Gitarist Sammy Vomá?ka seine langjährige Erfahrung als Entertainer in Sachen Fingerpicking, Ragtime, Blues und Jazz zum Besten. Mal mit, mal ohne Gesang.

Danach bringen „Earthloop“ beim Auftritt ihre Erfahrungen aus verschiedenen Musikstilen ein, interpretieren aber auch Klassiker neu. Und zum Abschluss lässt das Royal Street Orchestra (RSO) orientalische Tonkunst mit westlich geprägter Klubmusik verschmelzen. Die RSO-Klänge gelten als sehr tanzbar. Festivalbesucher sollten sich also schon mal warm swingen.

Karten für das 5. Witten-Folk-Festival am 13. und 14. September im Innenhof von Haus Witten, Ruhrstraße 86, kosten im Vorverkauf (zuzüglich Gebühren) 15 Euro für einen Tag, 28 Euro für beide Tage. An der Abendkasse kosten sie dann 17 bzw. 30 Euro.

WAZ-Bericht von Michael Vaupel

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